Chronik der Schießsportabteilung des Schützenverein Haaren 1717 e.V.

Der 22. April 1985 stellt die Geburtsstunde der Schießsportabteilung des Schützenvereins Haaren 1717 e.V. dar. An diesem Tag trafen sich 28 Unentwegte, um dem Schießsport in ihrem Heimatort Haaren die geeignete Plattform zu verschaffen. Was sich aus diesem Schritt einmal entwickeln würde, war sicherlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Aber aller Anfang ist schwer. Durch nahezu in jedem Jahr durchgeführte Umbau-, Ausbau- und Renovierungsmaßnahmen auf der Schießanlage in der örtlichen Schützenhalle haben sich die Mitglieder gemeinsam eine Heimstatt für die Ausübung unseres schönen Hobbys geschaffen.

‘Frauen an die Gewehre’ lautete eine Schlagzeile in der Tagespresse zu Beginn des Jahres 1992. Dieser Artikel nimmt Bezug auf die Mitgliederversammlung des Schützenvereins Haaren vom 25. Januar 1992, auf der einstimmig beschlossen wurde, dass auch weibliche Bewohnerinnen unseres Ortes aktiv den Schießsport ausüben können, wovon im übrigen bis zum heutigen Tage rege Gebrauch gemacht wird.

Selbstverständlich treten nicht nur Damen bei den Rundenwettkämpfen, Meisterschafts- oder Pokalschießen an. Mittlerweile freuen sich auch unsere Sportschützen der diversen Schüler-, Jugend- oder Schützenmannschaften, auf die regelmäßigen Treffen und das “Kräftemessen“ bei den verschiedensten schießsportlichen Veranstaltungen mit den Sportschützen anderer Vereine und Bruderschaften. Erzielte Erfolge dabei fördern diese Entwicklung.

Auch abseits vom “normalen“ Schießbetrieb bietet die Schießsportabteilung noch zahlreiche abwechslungsreiche Alternativen. Die durchgeführten Tagesausflüge oder auch die Touren auf Schusters Rappen durch die Haarener Flur finden immer großen Anklang.

Darüber hinaus wurden schon Disco-Feten veranstaltet, die immer wieder gut besuchter Treffpunkt der Jugendlichen und Junggebliebenen der Region waren.

Alljährlicher Höhepunkt eines jeden Jahres ist jedoch sicherlich die Saisonabschlussfeier, die jeweils am letzten Wochenende im Juni stattfindet. Neben Ehrungen für die erfolgreichen Schützen der zurückliegenden Schießsaison, wird das schon traditionelle Gipsvogelschießen, inklusive Ermittlung eines Königs samt Prinzen, und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, geboten. Auch für das leibliche Wohl ist hierbei gesorgt, so dass oftmals bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wird.  

Zwei Großereignisse stellen sicherlich die Highlights in der bisherigen Vereinsgeschichte dar. Da ist zum einem das 10-jährige Jubiläum der Abteilung, das 1995 begangen wurde. Der Jubiläumsfeier ging ein Pokalschießen voraus, das unter den Sportschützen großen Anklang fand. Am Tag der Jubiläumsveranstaltung nahm nicht nur die Haarener Bevölkerung, sondern auch namhafte regionale Gössen, rege Anteil am Vereinsleben und am gebotenen Programm.

Unvergessen wird auch sicherlich der im September 1999 durchgeführte Guinness-Rekord-Versuch im 24-Stunden-Luftgewehrschiessen bleiben. Ziel war es innerhalb eines Tages möglichst viele unterschiedliche Schützen 15 Wertungsschüsse abgeben zu lassen. Insgesamt 449 Schießsportler und auch Teilnehmer aus Nah und Fern, die den Schiesssport erstmals näher kennen gelernt haben, verhalfen dieser Veranstaltung zu einem großen Erfolg. Dies gilt vor allem auch deshalb, weil durch dieses Event ein stattlicher Geldbetrag erwirtschaftet werden konnte, der an das Kinderhospital in Osnabrück weitergegeben wurde. Im August 2000 kam dann vom Guinness Verlag die Bestätigung des Rekords inklusive Urkunde und der Eintrag im Guinness Buch der Rekorde 2001. Heute, 20 Jahre nach der Gründung der Abteilung, ist der Schießsport schon eine kleine Tradition und die Aktionen, auch zur Förderung der Dorfgemeinschaft, sind aus dem Haarener Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Dafür sorgten bis Dato zahlreiche Aktive sowie die 1. Schießmeister Hermann Erftemeier (1985 bis 1989), Meinolf Schulte (1989 - 1995), Burkhard Veit (1995 - 2004)und Franz-Josef Traphan (seit 2004) mit ihren Vorständen und Schießleitern. Obwohl nur mit Luftdruckwaffen (Gewehr und Pistole) geschossen wird, stand und steht die Sicherheit im Umgang mit und an der Waffe immer im Vordergrund. Es macht zu sehen wie „Jung“ und „Alt“ diesen Sport gemeinsam leben. Die bisherige Abteilungsgeschichte war bislang schon sehr abwechslungsreich und wir sind gespannt wie es weitergeht...???